Haus der Senioren
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Haus der Senioren: Erfolgsgeschichte geht weiter

2016 wird umgebaut. Gebaut werden soll auch anderswo in Gundelfingen. Zwei Investoren wollen Wohnraum schaffen
(Augsburger Allgemein 27.04.2016)

Es ist erst ein paar Jahre her, da war das Haus der Senioren in Gundelfingen das große Sorgenkind der Stadt und bereitete so manchem Stadtrat und auch dem Bürgermeister schlaflose Nächte. Doch seitdem ist viel passiert. Mittlerweile hat sich die Einrichtung zu einem Vorzeigeobjekt gemausert. „Wir sind in den vergangenen zwei Jahren enorm gut belegt gewesen, können die Nachfrage gar nicht befriedigen und haben ständig Wartelisten“, erklärte Spitalleiter Markus Moll in der jüngsten Stadtratssitzung. 254000 Euro werden in diesem Jahr in die Instandhaltung des Hauses der Senioren investiert. „In unseren schlechten Jahren waren wir froh, wenn es mal 120000 waren.“ Im Wesentlichen geht es in diesem Jahr um die Sanierung der Bäder im Nordbau. Einige der Zimmer dort sind schon fertig, wie Moll erklärte: „Die waren in Rekordzeit vermietet.“ Daneben investiert die Einrichtung auch in die technische Ausstattung. 2016 wird das sogenannte Bewohnerfürsorgesystem auch im ersten Stock des Westbaus installiert. Damit kann der sehr gut angenommene Demenzbereich erweitert werden.

Insgesamt, sagt Moll, rechne man im Bereich des Hauses der Senioren für 2016 mit einem Überschuss von 42000 Euro. Auch der Jahresabschluss der gesamten Spitalstiftung 2015 werde aller Voraussicht nach sehr positiv ausfallen. Er wird derzeit fertiggestellt. „Sie dürfen sich auf die nächste Sitzung freuen“, versprach der Spitalleiter schon im Vorgriff. „Davon hätten wir vor Jahren nur geträumt.“ Zur Spitalstiftung gehört auch das Betreute Wohnen gleich neben dem Rathaus. Von Anfang an sei man hier voll belegt gewesen, auch hier gibt es Wartelisten. „Man kann hier zu Recht von einer Erfolgsgeschichte sprechen.“ Auch, weil im Jahr 2016 mit 16000 Euro nur noch ein kleiner Verlust verbucht wird, der durch eine Umschuldung noch komplett ausgleichen werden soll.

Gebaut wird in diesem Jahr aber auch im näheren Umfeld des Hauses der Senioren. So ging es im Stadtrat um ein Vorhaben der Firma Aschberghaus. Die will in der Luitpoldstraße ein Wohngebäude mit acht Eigentumswohnungen errichten. Neun Stellplätze sollen für die Wohnungen entstehen. Mehr, sagt Vinzenz Lanzinger von der Verwaltung, könne man nicht vorschreiben. Stadtrat Siegfried Wölz prophezeite mit dieser Anzahl von Parkplätzen für die neuen Wohnungen ein „Riesenproblem“. Er begrüßte das Bauvorhaben, gab allerdings zu bedenken, dass in diesem Bereich viele Menschen parken, die in der Innenstadt arbeiten: „Da fehlt es hinten und vorne an Stellplätzen.“ Gebaut werden soll daneben auch in der Nikolaus-Lehnau-Straße. Hier will die Mittelschwäbische Projektentwicklungsgesellschaft zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohnungen errichten. Damit, so Bürgermeister Franz Kukla, gelinge es, einen Bereich in der Innenstadt zu erschließen.

Und nicht zuletzt baut in Gundelfingen bald auch die evangelische Kirche. Sie will das Gemeindezentrum an der alten B16 umgestalten und erweitern. Konkret geht es um den Anbau einer neuen Lagerhalle und die Vergrößerung der Gemeindehalle. In der Sitzung des Stadtrates wurde Georg Wiedenmann als Nachrücker für den am 15. März verstorbenen CSU-Stadtrat Walter Kaminski vereidigt.

Quelle: Augsburger Allgemeine (Katharina Gaugenrieder)

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