Haus der Senioren
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Vokale Harmonie im Advent

Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg gaben in der Spitalkirche und in der Cafeteria im Haus der Senioren ein umjubeltes Konzert. Auf dem Bild (von links) Hasmik Miroyan, Moritz Kugler, Jihye Park, Agnes Habereder-Kottler, Ean Spinetti, Jennylee Mey, Jinuk Kim, Irina Kottler, Milos Koch, Isabella Pany und Bastian Wagner.
(Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg gaben in der Spitalkirche und in der Cafeteria im Haus der Senioren ein umjubeltes Konzert. Auf dem Bild (von links) Hasmik Miroyan, Moritz Kugler, Jihye Park, Agnes Habereder-Kottler, Ean Spinetti, Jennylee Mey, Jinuk Kim, Irina Kottler, Milos Koch, Isabella Pany und Bastian Wagner.)


Konzert Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg
begeistern in der Spitalkirche

Donauzeitung am 15.12.2017

Von Gernot Walter

Gundelfingen Das zweigeteilte Konzert der zehn Studierenden des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg in der Spitalkirche und daran anschließend in der Cafeteria im Haus der Senioren war ein erhebendes musikalisches Ereignis. Heimleiter Markus Moll würdigte das außergewöhnliche Engagement der Bachelor- und Master-Studenten und bedankte sich bei der künstlerischen Leiterin und Dozentin Agnes Habereder-Kottler für deren inspirierende Organisation. Die Begegnung mit Teilnehmern aus den Gesangsklassen von Dominik Worting und Agnes Habereder-Kottler beglückte die Zuhörer, denen ein erlesenes Programm mit Arien und Liedern von Barock, Klassik, Romantik bis in die Moderne vorgestellt wurde.

Alle Beiträge in den wechselnden Gesangsstufen Sopran, Alt, Tenor, Bariton und Bass wurden von den Solisten mit großer Intensität gemeistert. Agnes Habereder-Kottler hatte als Solistin in der Spitalkirche an der einmanualigen Sandtner-Orgel mit dem Pastorale-Prélude aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens den Konzertreigen eröffnet und ihn mit einem expressiven „In dulce jubilo“ (Harald Feller) beschlossen. J. S. Bach galten die Gesangsbeiträge. Isabella Pany (Sopran) erfühlte sowohl verinnerlicht als auch strahlend in exponierter Höhe das „Quia repexit“ (Maginicat) und Bastian Wagners gut ausgeprägter Bariton gestaltete mit Emphase „Komm Jesu, komm“ (Kantate BWV 161). Hasmik Miroyan (Alt) gab der berühmten Arie aus dem Weihnachtsoratorium, „Bereite dich Zion“ schön timbriert mit ansprechender Tiefe und Wohllaut überzeugendes Profil. Exzellente Duo-Partnerschaft zeigten Moritz Kugler (Tenor) und Milos Koch (Bass) im zeitgenössischen „Ave verum“ (Karl Jenkins). Ausdrucksstark mit opernhaften Gesten und tragfähiger Stimme gelang Isabella Pany das „Ave Maria“ (William Gomez); Jihye Park imponierte mit triumphalen „Gaelic blessing“ von John Rutter. Ganz in Adventsstimmung versetzte Irina Kottler in jugendlicher Zartheit mit dem Lied „Maria durch den Dornwald ging“.

Am 118 Jahre alten Blüthner-Flügel in der Cafeteria sorgte Agnes Habereder-Kottler für fundierte, differenzierte Begleitung, neigte aber auch zu dynamischem Outrieren. Die Solisten profitierten von zuverlässigen Einsätzen und rhythmischer Sicherheit. Jihye Park: fließend aufschwingende leuchtende Höhe (Et misericordia, J. Rutter); Jennylee Mey: aufwühlend mit nachtdunkler Stimme (F. Schubert, Nacht und Träume); Hasmik Miroyan: überlegene Ausformung in „Expectans“ (C. Saint-Saens); Isabella Pany: lyrisch verhalten „Mariä Wiegenlied“ (Max Reger); Bastian Wagner: ausdrucksvoll, herzlich „Die Hirten“ (P. Cornelius); Moritz Kugler: einfühlsam, intensiv nachempfunden in „Drei Könige (Cornelius) und „Frieden der Nacht“ (Richard Trunk) und Milos Koch: gefühlstief „Ich steh an deiner Krippen hier“ (J. S. Bach). Große Wirkung erzielten Junik Kim voll tönend in „Ave Maria“ (Luigi Luzzi) und das Trio Irina Kottler, Moritz Kugler und Milos Koch mit „Were you there“ (Natalie Sleeth). In der französischen Originalfassung brachte Ean Spinetti mit tenoralen Glanz, spannungsreicher Steigerung, eleganter Höhe Charles Gounods „Repentir“ zu Gehör und einschmeichelnd, beeindruckend mit glockenhellem Spitzenton die „Cantique de noel“ (A. Adam).

Zum Schluss gab es für die Studierenden und die Gesamtleiterin großen Beifall eines animierten Publikums.

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